Category: Survival Guide for the USA


A more than secret recipe – only thousands of people faked it after I invented this meal (see google image search).
REQUIRED TIME: 5-10 minutes. COST: 5-10$.

Broccoli and steak is probably the best breakfast, lunch, dinner or snack for inbetween that I ever produced on my stove.

Surprisingly, it is also pretty much the only one I can do, despite my great potential to become a legendary cook (ask my roommate Yukkunn, the whole apartment is sometimes full of smoke because the food I make is so extraordinarily well done).

Ingredients:

  • 2 Steaks (one steak for girls) – no white lines (fat) in the middle of the steak
  • 1 Tree of Broccoli – the greener, the better
  • Butter (if not available, take oil, but be careful about pimping your cooking pan into a flame thrower)
  • Salt
  • Pepper
  • Pan
  • Pot
  • Water (for extinguishing fire)
  • Hot Stove

So, to get started, put the pan on the hot stove, turn it on full power and throw the butter in after a while.Fill the pot to 2/3 with water, and also put it on a full power stove plate.

Now throw a fair amount of salt over the steaks (as if you would throw it over fries, imagining you were the owner of a fries and cold drinks restaurant) and some pepper. Turn the steaks around and repeat. If the Steaks have huge fat layers on the side, cut them off with a knife. Fat has the tendency to tighten up when heated, so it will create a hard layer thats not only difficult to cut and eat later, but also uneasy to digest.

When the butter is meltung and optionally starts to burst bubbles, throw the steak in. Turn your stove fan on to get rid of the resulting smoke. Turn the steaks every 30 seconds to check on their state.

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In the meantime you want to get your broccoli as yummy as on this picture: Therefore, you need to shock cook it. As soon as the water in the pot bursts major bubbles and is obviously cooking, cut the broccoli in half and put it in the water. Within seconds, it will gain an enormously green color. Leave in for two or more minutes, but never let it get too soft.
The steaks steaming and brown, it may be a good idea to throw some mushrooms in the remaining bubbling butter.

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Et voila, Steak et Broccoli!

Mein letzter Tag dieser fuenf Wochen in LA. Und diesmal wirklich der letzte Tag, kein Fake-Abschied.

Diesmal heisst “Abschied” so viel wie “Zurueck zu Skype” – aus mit dem regen Boersenhandel der Koerperfluessigkeiten, Ende des Wirtschaftswachstums – es wird Zeit fuer asketische Einkehr. Wir realisieren das, als ich den Ipod an den Shamu (Lorenas walartiger Minivan) anstecke und aus dem Autoradio “Amiga” in voller Staerke droehnt. Der Song hat inzwischen dermassen an emotionalet Gewalt und Soundtrackverdaechtigkeit gewonnen, dass wir beide – mein Supermannherz gibt nach – zu weinen beginnen, in eine Seitenstrasse fahren und uns gegenseitig heulend auslachen.

Wie erbaermlich der Anblick doch sein muss: Zwei Kinder, denen gerade mal die ersten Haare in der Hose wachsen, mit roten Augen, zerronnenem Makeup, nasse Wangen, weinerlich-suizidale Musik (fuer Emos ist diese Sonate fraglos lebensgefaehrlich, kurbelt aber bestimmt in vielen Laendern die Rasierklingenindustrie an), voll des Verlustgefuehls (obwohl ja eigentlich noch alles an Ort und Stelle ist)… – und als ob das noch nicht kitschig genug waere, ruft in dem Momentauch noch Lorenas Mama an. “Cionna, Maaaaaaaaa?”, roehrt mein Maedchen heulend ins Handy und verschluckt sich am eigenen Lachen.
Ach, wie ich diese roehrenden Brunftlaute doch vermissen werde!

Die “Bravo”-, “Maedchen”-, “Wendy”-, und “Pferdeliebhaberinnen“-Erfolgsstory in 19 ruehrenden Bildern (die uebrigens alle am Samstag, dem 15. November aufgenommen wurden, ich war die letzten Tage zeitmaessig leider Gottes sehr mit Handarbeit eingedeckt):

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Auch wenn man es nicht sieht, hier hat Meister Propper auch geputzt. Von meinen Tree-er-Roommates aus unserer Stonerbude konnte ich mich nur mehr teilweise verabschieden. Gut, dass es fuer diese Faelle Facebook gibt.


Beweisvernichtung des verheerenden Alkoholkonsums


Before and after dishwashing: Die Fruechte meiner Arbeit und gleichzeitig meine Couch-Miete fuer zwei Wochen.


Na das ist mal viel sauberer, als ich es vorgefunden habe!


Ich am Steuer. Wie viele Freeways in LA, fuehrt dieser zielgenau in den Sonnenuntergang


Downtown Los Angeles


Freeway 110 South


Downtown aus suedlicher Ansicht.  Man bemerke das Hochhaus links, das aus der Ferne wie ein achstoeckiges Wohnhaus aussieht


Marina del Ray, Yachthafen


Na, zufrieden? Vorne und auf der anderen Seite aehnliche Ergebnisse.


Marina del Ray


Polizist vorm Flughafen. Hat sich von unserem Shamu sicher verfolgt gefuehlt.


Leuchtsaeulen des LAX


Die LAX-Lettern


Parkdach mit Tower und viel tollem Dampf


Knutschflecken am ganzen Hals, oder: America’s got talent..


Ich mit Traenen in den Augen, ein seltener Anblick in freier Wildbahn – und dabei hat es nichtmal Miguel Bose im Flughafenradio gespielt…
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Ich sitze am John F. Kennedy International Airport in NYC, starre auf meinen Laptopbildschirm und nicke alle drei Minuten ein, nur um Sekunden spaeter aufzuwachen und mit schlaflos-verzerrter Wahrnehmung den Laptop vor meinen Augen wiederzufinden. Was ich in New York City mache? Finden wir spaeter heraus.

Vorerst, von Montreal nach New York City faehrt man ca. sechs Stunden mitdem Auto. Und elf mit dem Zug. Wieso der Zug so viel laenger braucht, ist simpel: Von Montreal bis Albany faehrt der Zug max. 50 km/h. Die wunderschoene Aussicht, die man nur aus einem Zug haben kann, ist bei dieser Strecke die fuenf Stunden mehr Fahrzeit aber allemal wert. Der Zufall will es, dass ich mit meinem Timing genau in die allerschoenste Herbstblaetterbluete gerate – gruen, gelb, braun und scharlachrot wohin das Auge blickt. In den elf Stunden Zugfahrt lerne ich meine Sitznachbarin und ihren Businesstrip kennen, die mir Tipps gibt, wann ich aus dem Fenster stieren und Fotos machen soll. Ich treffe Jeff, den Schaffner, der fuer einen Raucher, ne Frau und mich im hintersten Waggon beide Seitentueren und die Hecktuer oeffnet, sodass ich fotografieren, der Mann rauchen und die Frau mit dem Schaffner flirten kann. Der Raucher erzaehlt mir, dass er in 16 verschiedenen Staedten ueber die ganze Welt verteilt gewohnt hat – und ihm NYC am Besten gefaellt.
Er kennt Jeff, den Schaffner, schon von der NYC-Montreal-Reise, ebenso die Frau; damals dachte der Schaffner, dass die beiden verheiratet waeren.
“Aber sie hat meine Emailadresse, und wer weiss, vielleicht wird ja was draus. Dann kann Jeff uns verheiraten, meinte er, so wie ein Kapitaen eines Schiffes, der kann das auch.”

Die andere Schaffnerin ist breit, nett, und sagt in jeder Durchsage, dass wir die Klos nicht verstopfen und um Himmels Willen doch die Mistkuebel benutzen sollen. Der Barkeeper im Restaurantwaggon ist nett und schickt einen Jungen weg, der sich eine Zuckerpackung nach der anderen einschiebt.
“I see, you are helping yourself young man? Now its enough?”
“No, no. I’m getting this for me and for my sister

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Neben der Bahnstrecke sieht man kurzgetrimmte Stromleitungen in Bodennaehe, umgeben von Sumpf, vorbeiziehen.

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Hier eine Serie vom Hudson River … eine atemberaubende Atmosphaere, brauchte so gut wie keine Nachbearbeitung.


Dieser Typ hatte 9000$ Cash dabei und war aus Kolumbien nach Kanada geflogen, um dann mit dem Zug in die USA zu kommen. Fluege nach Kanada sind teurer, demnach waere es unlogisch, den Umweg zu nehmen – ausser man mag die strengen Gepaeckkontrollen der US-Flughaefen umgehen. Nachweisen konnten ihm die Grenzbeamten allerdings nichts.

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Am Times Square angekommen, kann ich mir ein debiles Dauergrinsen nicht vergreifen – ich liebe diesen Platz. Er ist in der Nacht halb so hell wie am Tag; hudnerttausende von Neonroehren, LEDs, Scheinwerfern, Autolichtern, Gluehbirnen, Plasmabildschirmen und gigantische Werbeplakate scheinen auf die Strassen, ein Traum fuer einen Fotografen.


This city never sleeps. Public Transport 24/7, Daylight 24/7.

Ich sehe einen Polizisten mit Pferd und einer Gruppe orthodox-juedischer Touristen, einen Kerl, der auf der Strasse sein Buch “Drogendealer Band 1” verhoekert, ich treffe Freddy Krueger und erlebe Times Square genau so, wie er ist: Eine eigene kleine Stadt.


Dass auch ja keiner vergessen wird, gell..


In der hauptzentrale der New York Times. Wunderschoenes Gebaeude mit grossartigen Kunstelementen. Dieses hier sind etwa 500+ Minibildschirme, die mit lautem rattern parallel Leserbriefe abtippen. Jeder Screen zeigt einen individuellen Leserbrief.


Die neue Art der Strassenmalerei: Gesichtsskulpturen.


“Was geht Homie, ich mal dir die Kappe an”


Junger Mann beim Verkaufen seines neuen Buches “Drug Dealer Part 1”


Diese Dame sucht im Muell nach etwas Essbarem, waehrend einige Meter weiter Leute ihr Sushi stehen lassen.


Freddy mit dem Tirolerhut


Polizeiturm auf der Strasse

In der Frueh muss ich ein Flugzeug erwischen. Bevor ich mich also stresse, hier und dort ein Hostel zu finden, und dann an allen Ecken zu wenigZeit zum Schlafen, Essen und Flughafen-ansteuern habe, mache ich lieber durch. Zu einer gute Durchmach-Nacht gehoert ein guter Film, sagte Aristokrates immer (wenn er zu viele Raeucherstaebchen angezuendet hatte).

Das AMC kenne ich schon von Dark Knight mit Anton aus Schweden, also etabliere ich mich mit einer weiteren gekauften Kinokarte als Stammkunde. Diesmal ist es “Religulous”, das einen aehnlichen Approach wie Borat waehlt, jedoch ohne Story und mit Fokus auf Religion.
Die Hauptfigur ist ein atheistischer (eine kleine Prise Agnostiker) Comedian aus den USA, der mit seinem Filmteam von religioesem Fanatiker zum naechsten zieht und ungalublich laecherliche Aussprueche und Szenen abdreht. All die Gottesmaenner denken, es waere ein serioes-religioeser Dokumentarfilm ueber Weltreligionen, werden dann jedoch durchgehend verascht und zeigen ein erstaunliches Rhetorik-Defizit, bzw. schreiben rote Zahlen in ihrer Jahresschlagfertigkeitserklaerung.
Der Film hat eine starke Message, klarerweise absolut einseitig (Kompliment an das Editingstudio, jeder einzelne der Interviewten wird als Vollidiot dargestellt), und ist definitiv kein Film fuer schwer religioese Menschen, die schon von einem falschen Bibelzitat zittrige Haende und Ausschlag bekommen.
Die einzige Person, die an Coolness sogar unseren lieben Moderator Bill Maher uebertreffen kann, ist George Coyne. Er ist Direktor des Vatikanischen Observatoriums und erinnert mich allzusehr an meinen Religionslehrer im Gymnasium – er der aelteste Lehrer im ganzen Lehrstuhl, aber wusste einfach genau, wie er seinen riesigen Wissensschatz ohne anzugeben an den mann bringen konnte.
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Stundenlanger Aufenthalt im naechsten Starbucks, Odysee zum JFK-Flughafen (den letzten Abschnitt fahre ich mit einem “Taxifahrer”, der mich zu einem abgefuckten Van fuehrt und trotz seines verdaechtigen Kidnapper-Verhaltens ein ganz cooler Typ ist – Stockholm-Syndrom eben.
Am Flughafen brauche ich eine Stunde bis ich Internet finde und den gestrigen Blogeintrag schreiben kann.
Tja, und um 11:30 ist es dann so weit. Check-in, Boarding, alles geht glatt und das Flugzeug hebt sanft ab.
Sechs Stunden Schlaf, und dann bin ich dort, wo ich herkam.
In der Stadt der Engel.

“Jeder, der in die USA einreist, muss seine Fingerabdruecke hergeben. Fingerabdruecke sind bei jedem Menschen verschieden. So, und jetzt malt doch bitte eine Kartoffel!”, sagte die Kindergartentante.

Alter Kaese, weiss doch eh schon jeder. Aber nicht jeder war in Montreal, nicht jeder hat schon einmal den – unendlich suessen und trotzdem in richtiger Dosierung fantastischen – Ahornsirup getrunken.
Fuer mich als Fotogourmet ist natuerlich nicht nur das Essen, sondern auch das interessant, was wir jeden Tag “for granted” nehmen: Das Bild unserer eigenen Stadt. Geht man auf Urlaub, rennt man als staunender Hans-guck-in-die-Luft durch die Gegend, ist man aber in der Heimatstadt oder in den Familien-Pferdestallungen, bemerkt man nach fuenfzehn Jahren zum ersten Mal, dass man jeden Tag am Weg zur Arbeit ein knallrotes Haus gesehen.

Gewohnheitseffekt, nennt man so etwas. Grausam, denn es verschliesst einem das staendige Entdecken der gewohnten Umgebung. In Los Angeles war es aehnlich, nach einer Zeit lang habe ich mich an die Stadt gewoehnt. Doch anstatt mich damit abzufinden, sprang ich mit Absicht ins Auto und erkundete mein Umfeld.

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Und diese Tradition nimmt bestimmt keinen Abbruch.

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1.) Die Kanadier haben eine Vorliebe fuer Treppensteigen, Angst vor einer Springflut, oder eine Ueberproduktion an Metallstufen.
Denn aus irgendeinem Grund hat fast jedes dreistoeckige Haus eine kleine Treppe ins Erdgeschoss, eine weitere Aussentreppe in den den ersten, und eine Treppe innen in das Dachgeschoss.
Der wahre Grund ist wohl eher ein praktikabler: Eine Treppe aussen ist nicht innen. Kluge Feststellung, denn so muss man keinen Platz fuer ein Treppenhaus verschwenden (den gesparten Platz kann man dann zum Beispiel als Lagerraum fuer Ahornsirup im Falle einer Nuklearattacke aus Alaska nutzen).


Most common: 3 Stockwerke und Wendeltreppen an der Fassade

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Die alternative Lebensform: DDR-Plattenbauten.

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2.) U-Bahn-Stationen sehen alle anders aus – wahrscheinlich hat den Verkehrsbetrieben kein Architekt so richtig gefallen.
Das hat zwar das Problem, dass man sich nicht so einfach zurechtfindet, denn jede Station ist ein anderer Irrgarten – aber so wird einem auch nie langweilig.
Schwarzfahren ist unmoeglich, da jede Station Durchlass-Schranken hat, in die man seine Karte stecken muss, samt einem Kontrollhaeuschen, in dem ein boeser Mann sitzt.
Schwarzfahren ist kinderleicht, da jede Station Durchlass-Schranken hat, die dauernd kaputt gehen, und der boese Mann anscheinend sehr oft Werkzeug holen ist, und die Schranke aufmacht.

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3.) Downtown Montreal: Zwischen Hochhaeusern, geilen Schnitten und nassen Gassen.
In der Downtown-Area trifft man eine Unmenge heisse Frauen. Genauso aber auch verregnete Gassen und Hinterhoefe – ich bin ja schon so gespannt, wie das im Winter aussehen wird.
In der ganzen Spannung habe ich mir ein grossartiges Buch gekauft. Ihr duerft schon gespannt sein…

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4.) Jahreszeiten: There are two seasons in Montreal: Winter, and Construction.
Wenn es etwas in Montreal gibt, was schraeg ist, dann sind es die Radiomoderatoren, die sich ueber die taeglichen Stauwarnungen lustig machen. Alle moeglichen Autobahnstrecken sind halb gesperrt, da alle zur selben Zeit gebaut, und zur selben Zeit zerbroeselt. Die andere Jahreszeit ist Winter. Waehrend es in Wien Sommer ist, hat es hier angenehme 27 Grad. Brr.
Im Winter hat es dann eher so gegen minus 30 Grad. Wie erfrischend.

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5.) Sprache: Englisch und Franzoesisch. Entschudligung, Franzoesisch und Englisch.
Es gibt in Montreal ein Gesetz, das vorschreibt, dass ein offizielles Schild (Strassenschild, Penner-Pappkarton oder Irish Pub) immer in Franzoesisch als erstes, und in Englisch als zweites geschrieben sein muss. Das hilft natuerlich beim Franzoesisch lernen enorm, da man sich wie in einem riesigen Vokabelheft fuehlt.

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6.) Endlich keine hinterfotzige Freundlichkeit mehr.
Nice to meet you? How are you doing? I appreciate! Thank you SO much!
Endlich bin ich die verflucht-aufgesetzten, kalifornischen Regeln los. Hier sagt man sich guten Tag, wie gehts (und wartet auf eine Antwort), Merci, und das wars.
Endlich sitzen wieder Leute mit griesgraemigen Gesichtern in der U-Bahn und tragen keine Gummibaender um den Kopf und in die Mundwinkel hinein, nur um dauernd grinsen zu koennen.

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7.) Das niedlichste an den Kanadiern? Ihre Schlangen!
Sie sind einfach ueberall. Und sehen total bekloppt aus. Auf der Busstation stellen sich die Laeute in einer Einserreihe an, um auf den Bus zu WARTEN. Am Bahnhof auch, bevor sie zu den Bahnsteigen hinuntergelassen werden. Anstehen fuer einen Zug? Trinken Sie doch einfach ein bisschen Maple Syrup…

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8.) Das Raumschiff von Montreal
Am Eingang steht “Bank of Montreal” drauf. BOM.

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9.) Vive la Quebec liber!
Die Separatisten lassen gruessen.

Zuckerbrot und Peitsche, das sind die Mittel der modernen Kindeserziehung. Dumm nur, dass kein Mensch jemals ein Zuckerbrot gegessen hat, Peitschen nur was fuer uns Popoklatsch-BDSM-Pornopaerchen sind – und es bei einer Redewendung bleibt. Aber das Prinzip von Bestrafung und Belohnung bleibt dasselbe

In diesem Post geht es eben darum: Wie sieht es mit den Broten und dem Leder aus, oder warum fliegt man in den USA anders raus als in Oesterreich oder Deutschland?

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Das Prinzip ist einfach: Es geht um Kommunikation. Es dreht sich alles um Kommunikation. Und das sieht man schon in der Sprechweise, der Begruessung.
Ich kann nur einen sehr bedingten Erfahrungsschatz vorweisen, da ich nie in Oesterreich gefeuert wurde, aber ich will mal versuchen, meine Erfahrungen in der Schule und Erzaehlung von anderen zu kombinieren, und ein wackeliges Bild zu beschreiben.

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Kalifornien

Begruessung: Nice to meet you, how are you doing? Fine? Thanks, me too!

Zuckerbrot und Peitsche: Eine Schaumstoffpeitsche mit Zuckerwatte rundherum, hat aber am hintersten Ende ein fein verstecktes Hackebeil.

Wie man rausgeworfen wird: Man baut Mist.
Das erste Mal etwas falsch machen: Sie schauen dir zu.
Das zweite Mal etwas falsch machen: Sie schauen dir zu.
Das dritte Mal etwas falsch machen: Sie schauen dir zu.
Das vierte Mal etwas falsch machen: Sie schauen dir zu.
Das fuenfte Mal etwas falsch machen: Sie reden mit dir.
Das sechste Mal etwas falsch machen: Sie feuern dich.

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Wien

Begruessung: Sers oida. NICHT IN DIESEM TON JUNGER MANN!

Zuckerbrot und Peitsche: Eine Lederpeitsche, und zu Weihnachten gibt es staubtrockenen Zwieback. Vielleicht.

Wie man rausgeworfen wird: Man baut noch ein bisschen mehr Mist.
Das minus erste Mal etwas falsch machen: Zaehlt nicht.
Das nullte Mal etwas falsch machen: Sie schuetteln den Kopf.
Das erste Mal etwas falsch machen: Sie reden mit dir.
Das zweite Mal etwas falsch machen: Sie reden mit dir und werden ziemlich autoritaer.
Das dritte Mal etwas falsch machen: Sie reden mit dir und werden ziemlich grantig.
Das vierte Mal etwas falsch machen: Sie reden mit dir und werden verdammt zornig und ernst und drohen dir.
Das fuenfte Mal etwas falsch machen: Sie rasten aus und sagen dir, mach das noch mal, und du bist hier raus.
Das sechste Mal etwas falsch machen: Sie feuern dich.

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So, und wer findet am schnellsten den Unterschied? Ich habe vier Monate gebraucht…