In den USA gibt es ein paar Supermarktketten, deren Geschaefte nur im Supersize-Format erhaeltlich sind; jeder Laden dieser Kette hat mindestens zehntausend Sachen im Regal stehen. In Amerika ist einfach alles doppelt so gross – die im deutschsprachigen Raum populaere Kette Hofer/Aldi hat aehnliche Quadratmeterleistung wie in den USA der Alternativen-Healthy-Living-Hippster-Laden Trader Joes, der nach dem Prinzip “zierlich, aber manierlich” verkauft. Die Riesen dem Preis nach geordnet:

  1. Food4Less – super Qualitaet, laecherlicher Preis
  2. Ralph’s – relativ teuer, aber immer wieder eine Freude
  3. Whole Foods – etwas teurer als Ralph’s, wenn man keine andere Moeglichkeit hat
  4. Mayfair Market (jetzt Gelson’s Market) – falls man schon genuegend 100$-Scheine zum Spass im Ofen verheizt hat, und die Hose langsam durch das dicke Portemonnaie platzt, dann sollte man schnellstmoeglich diesen Laden aufsuchen.

In Westwood gibt’s leider keinen Food4Less, also tut man im Ralph’s einkaufen tun. Die Exoten unter uns, die neben Bananen, Pfirsichen, Orangen, Aepfeln, Zitronen und Birnen auch schon mal Sazumas, Ananas, Grapefruits oder gar Granataepfel ausprobiert haben, duerfen sich selbst zu kulinarischer Offenheit beglueckwuenschen. Zumindest in oesterreichischen Massstaeben. Geht man jedoch nach Kalifornien, wo nicht nur alles moegliche Obst wachsen kann, sondern auch die Population kulturell total durchgemixt ist, stoesst man dann auf solche Fruechte:

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Zum Abkuehlen der Geschmacksnerven: Arizona-Eistee. Funktioniert auch exzellent zum Kamera-Zerstoeren.

Die letzten Tage kam schreiberisch nicht viel aus zwei Gruenden: Regen und Poker. Aber eher Poker.

An Sachen wie Regen oder gar Winter dachte ich in Los Angeles vielleicht ein, zwei Mal nach einem schwitzigen Alptraum – aber dass das Realitaet werden koennte, wollte ich nicht wahrhaben, bis ich es am eigenen Leibe erfahren musste. Wer fleissig die Temperaturanzeigen im Blog abgelesen hat, der wird unglaubliche, aberwitzige Nummern wie zum Beispiel “7 Grad Celsius” in der Los-Angeles-Box gesehen haben. Und ich hab doch glatt meine oesterreichische Kaelteresistenz aus Gewichtsgruenden und Tollkuehnheit in Montreal zurueckgelassen. Die Idee, meine flauschige Decke mitzunehmen, war in den letzten Naechten lebensrettend; schliesslich besteht die meiste Waermeisolation in Kalifornien aus Fliegengittern und Jalousien.

Tja, und durch das viele Pokerspielen mit Lorena sind meine Wach- und Schlafenszeiten komplett ueber den Haufen geworfen. Zeit genug, mit Lorenas Minivan bei einem Luftballongeschaeft quietschend stehen zu bleiben, die Tuer aufzuschwingen, mit einer Schere zu einem Luftballongeschaeft zu laufen und Schnipp-Schnapp, die grosse Luftballonkette, die dort tagtaeglich neu zur Werbung aufgehaengt wird, abzunabeln, zurueck zum Auto zu laufen, und sie in den Rueckteil des Minivans zu stopfen.
Am Morgen wuerde die Kette so oder so abgeschnitten werden und durch eine neue ersetzt; nehmen wir dem Luftballongeschaeft mal die Arbeit ab und gehen auf einen mitternaechtlichen Raubzug inklusive Fluchtwagen!


Fuegt sich nahtlos in unser Apartment ein…

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