Canon dachte sich einst, sind wir doch mal ein bisschen lustig und machen wir ein bisschen mehr Geld – und entwickelten eine Objektivreihe, die nur auf bestimmte Canon-Kameras passt. Die EF-S-Reihe.

Ganz klar hatte ich das spezielle Vergnuegen, aus allen X-Millionen verschiedenen Objektivarten natuerlich ein EF-S-Objektiv zu besitzen. Die EOS 300D, die zum Objektiv passte, habe ich gemeinsam mit Lorena durch Eistee heimteuckisch gemeuchelt – und die neue Kamera, eine EOS 10D, die passt natuerlich nicht zum Objektiv. Der Hauptunterschied liegt in einer Ausfraesung der 300D, die es ermoeglicht, dass ein hineingestecktes Objektiv laenger sein kann. Das ist jetzt nicht sexuell gemeint.
Wobei Kameras doch irgendwie sexy sind.
In die 10D mag ich jetzt nichts wirklich hineinfraesen (auch wenn ich ohne zu Zoegern den Fisch in den Ofen stecken wuerde und danach- also gibt es nur eine Loesung: Das Objektiv zurechtzustutzen.

Im Internet finde ich eine Anleitung, wie man das Objektiv kuerzt. Mit Geoff’s Taschenmessersaege eines billigen Leatherman-Klons, ritsch-ratsch, das ueberschuessige Plastik weggemacht, mit dem Messer die ueberstehenden Stummel weggeschnitzt, und das Objektiv eingepasst: Laeuf inklusive Autofokus besser als je zuvor! (Und das liegt nicht an der Vaseline, die ichsicherheitshalber hinzufuegte)


Links die 18-55mm EF-S Linse, in der Mitte ein Gummiring und das abgesaegte Plastikteil, und rechts die offenliegende 10D.

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