Ich komme auf LAX an. Es ist Samstag Morgen, der ueblicherweise strahlend blaue Himmel von Los Angeles ist zu meiner epischen Enttaeuschung bewoelkt. Im Flieger habe ich einen Slowaken und einen Russen getroffen, die fuer BBC arbeiten und fuer einen Tag nach L.A. fuer einen Filmdreh fliegen – seit dreizehn Jahren haben die beiden Europaer eine Greencard, ich erblasse vor Neid und ueberlege fieberhaft, ob ich mir die Sympathie der beiden mit meinem exzellenten Drei-Wort-Russisch erschmeicheln sollte. In der Gepaeckshalle, in der bald die ersten Koffer auf ihre entspannenden Runden am Fliessband geschickt werden sollten, stelle ich meinen Rucksack ab. Der senkrechte Zippverschluss, der diesen Geniestreich der Transportation frontal teilt, geht langsam auf, und ich stecke das Pokerbuch, das ich im Flieger gelesen habe, hinein, um die Griffel frei fuer einen europaeischen Haendedruck zu haben – als ploetzlich zwei femde Haende meine Huefte greifen und mich herumwirbeln.
Vor mir steht das Maedchen.
Das Maedchen, das ich beinahe nur mehr ueber Skype kenne, bei dessen Anblick ich den Standardgedanken “Wenn ich sie doch endlich wiedersehe” und “Scheisse, ich hasse Beziehungen ueber mehr als 3000km Entfernung habe, das Maedchen, mit dem ich so viele Erinnerungen verbinde.
Es gab kaum eine seltsamere, unwirklichere Situation in meinem Leben, als die beiden Augenblicke, in denen ich dieses Maedchen nach wochenlanger, raeumlicher Trennung wiedergesehen habe.
Lorena.
Und dieses Mal faellt sie mir nicht um den Hals (Umarmungen sind very unsexual), sondern in den Rachen – die kleinen phillipinischen Flughafenkinder neben uns sehen verdutzt dem zuengelnden Wirrwar und schlabbernden Gegrapsche zu.

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Zurueck in die Stonerbude, und ab geht die Party auf dem Teppichboden voller Kotzflecken, Couchpolster-Federn und Asche. Meine Couch ist wieder frei (inklusive Federn), die Kueche wieder bewachsen mit Bergen voll ungewaschenem Geschirr (der Schimmelpilz muss wohl auf Urlaub gewesen sein, zumindest gibt es auf den Tellern keinen), und alles ist wie in der guten, alten Zeit. Hier eine Kompilation der letzten Tage:


So schoen dreckig wie zuvor, da werden romantische Erinnerungen wach…


So laesst sichs leben!


Geil – Cabrio imDezember!


Kino in Westwood mit beruehmtem Tuermchen dran

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Lorena waescht eines Tages innerhalb von 30 Minuten die kompletten Geschirrberge, und kurz darauf saugen wir das ganze Apartment…


Die Clustergranatenreste hier sind Federn aus der allzu dichten Polstergarnitur


Tadaaaaa!

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Knackiger Porno-Santa fuehrt oeffentliche Grapschtutorials mit versauten Assistentinnen im Einkaufszentrum durch


Crossdressing turnt mich ja sowas von an


Beim Versuch, meinen Roommate Geoff von einem Plastikband freizuschneiden, schnitze ich mit der Klinge in meine Fingerkuppe. Zu allem Ueberfluss habe ich auch noch eine Aphte, die das Kuessen besonders stimulierend macht.


In n Out-Burger, wie jeder patriotische Amerikaner.



Die Schule in die Schwarzeneggers Toechter gehen/gingen

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