Part I: Cornflakes in Toronto
Part III: Nuit Blanche a Toronto

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In Montreal gibt es eine Chinatown; zumindest sagt man das als Stadtpatriot. In Wirklichkeit ist es mit einem zugedrueckten Auge eine Chinastrasse, mit zwei geschlossenen Augen vielleicht ein Duo-China-Block, aber das wars dann auch schon.
In Toronto hingegen bleibt kein China-Liebhaber-Auge trocken: Dieses Chinatown kann sich sehen lassen.


Frische Dildos mit gerippter Oberflaeche und lustiger Farbe fuer nur 40 Cent das Stueck! Greifen Sie zu…


“Support 43 Million Chinese quit CCP!” – keine Ahnung, was das

Nach gelungenem Mittagessen bei einem chinesischen Veganer-Schuppen (Tofu ist gar nicht so scheisse wie ich dachte, hat ne sehr aehnliche Konsistenz wie Huehnchen!)  geht es auf zum Wahrzeichen von Toronto: Dem CN Tower. Mit 553.33m Hoehe ist er bis vor kurzem das groesste, freistehende Gebaeude der Welt gewesen, bis er von Burj Dubai vor kurzem ueberholt wurde.


Iek! Keine Macht den Vollschlanken!

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Der feinste Sicherheitsdetektor aller Zeiten: Anstatt sich abgrapschen und die Eier schaukeln zu lassen, wird hier Luft ausgestossen, die Schmutzpartikel auf der Kleidung loest. Ein chemischer Detektor stellt innerhalb von Sekunden fest, ob jene Partikelchen Sprengstoffspuren enthalten.

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Die Kosten fuers Hochfahren sind zwar eine Abzocke – fuer den Hauptdonut berappt man 23$, fuer die oberste Aussichtsplattform zahlt man 4$ Aufpreis – aber wert ist es allemal. Es gibt vier Level – drei im Hauptdonut, und eines im kleinen Kringel in 440 Meter Hoehe. Der 4$-Aufpreis ist eine gute Investition fuer das Gefuehl, eine Viertelstunde lange Herrscher der Welt zu sein. Fuer Hoehenangst-Patienten empfehle ich den Glasboden im untersten Stock des Hauptdonuts, man muss sich nur ein bisschen Platz zwischen mit Analogkameras herumrobbenden Pensionisten und auf dem Panzerglas herumhuepfenden Kleinkindern schaffen.


In der Mitte das Originalfoto , zusammengeklebt mit Autostitch, der Rest ist Photoshop- ein kleiner Einblick in mein Postwork.


Downtown Toronto

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Letzte Station fuer diesen Tag: Etwas futtern, und zwar bei Hooters. Von dem Restaurant hat mir schon Lorena anno dazumal erzaehlt, angeblich haben alle Kellnerinnen wohlgenaehrte Oberweiten. Die Prognose trifft zu, und ich bin im Busenparadies, in dem knackige Gesaesse nur von hautanliegenden Hotpants bedeckt werden. Da macht Essen, fett werden und in das Tischtuch schneuzen gleich dreimal so viel Spass!


Danach sind alle Amerikaner und englischen Kanadier verrueckt, dieser Streifen laeuft zu Weihnachten und Silvester in jedem nordamerikanischen Haushalt: The Sound of Music. Ich kann gar nicht so viel trinken, wie ich weinen moechte.


Der persoenliche Liebesbrief auf der Rechnung ist natuerlich kein Standard-Programm, den hat sie nur wegen mir … oder dem Trinkgeld … draufgetan.

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Aber weshalb bin ich denn eigentlich nach Toronto gekommen? Richtig, wegen der Nacht, die auf diesen Tag folgt.

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