Part II: Chinatown, CN Tower und ne Menge Beine und Titten
Part III: Nuit Blanche a Toronto

Wroooom-wro-wrooo-wrumm-wrrrroooommm … so ziehen die kanadischen Autos mit ihren typischen Rostflecken um die Radkaesten an uns vorbei. Chris und wuchten unsere winzigen Rucksaecke auf eine Steinbank neben einer stark befahrenen Strasse. Ein kleines Lueftchen macht mich ausgelassen, ich hopse herum und lehne mich gegen den Sturm. Auf geht’s, zumindest bald – fuer ein Wochenende nach Toronto. Als Mann braucht man nur ein paar Schuhe und kein rotes Glitzerkleid, also reicht ein Minirucksack fuer Boxershorts, Socken, Hemd und ne Familienpackung Anti-Durchfall-Pillen (Hinweis an Mama: Das ist ein Scherz, ich habe gar keinen Durchfall)

Die zwei Maedels, Manel und Orianne, bekommen zur Begruessung einen Tadel von Onkel Tobias fuer ihr Zuspaetkommen (Oh, wir haben doch nur in einem Cafe gewartet…), werden dann jedoch trotzdem fuer unseren Carpool zugelassen, und ab geht die Post mit dem Australier Peter (Man erinnert sich an unseren dicken Roadtrip nach Lake Superior) als Steuermann.

.

Zu meinen Fuessen liegt eine Menge Essen und Getraenke, praedominierend jedoch eine Familienpackung Cornflakes. Als ich sie gekauft habe, stelle ich mir vor, wie wir alle fuenf verrueckt nach Cornflakes grapschen, die Packung im Auto herumwerfen, lachen und knuspern. In der Realitaet..

“Nope, thanks”
“No!”
“No, merci”
“Mh-mh”

shit.

.

Ich verfluche die drei Raucher auf der Rueckbank, die ihren Atem nach vorne stinken lassen und meine Cornflakesneigungen nicht teilen – die zwei Maedels bringen mir jedoch ne Menge perverses Franzoesisch bei, was mich wieder versoehnlich stimmt.
Nach etwa sechs Stunden Fahrt in Toronto angekommen, ist unser Ziel eine Couchsurfing-Party. Eine Hausparty, habe ich mir sagen lassen. Und Hausparties sind super, speziell die Couchsurf-Haussurf-Parties.

Wir betreten den Aufenthaltsraum eines Apartmentkomplexes, und so langweilig ein Aufenthaltsraum auch sein mag, so sieht er auch aus. Zum einen ist er viel zu gross fuer unsere Partymeute, sodass sich die Leute in einem Viertel des Raumes zusammendraengen und der Rest des Saales eine bedrueckende Leere erzeugt. Dann kommen allerdings Spiele wie Schnapp-denSessel-wenn-die-Musik-ausgeht und Limbo aufs Programm, und es wird recht heiter – schlussendlich dekoriere ich wenigstens einen schlaftrunkenen Asiaten auf der Party und gerate in einen Polsterpimmelkampf mit einem duennen japanischen Maedchen.


Rote Tacos und Pferdedurchfall, ein Hochgenuss


“Surf my couch” – Roy ist Couchsurfer aus dem Bilderbuch.


Aufstrebende Polsterpimmelkaempfer

Fuer einen gelungenen Polsterpimmelkampf benoetigt man zwei stubenreine Mistreiter unterschiedlichen Geschlechts, jeweilsbewaffnet mit einem laenglichen, phallus-gefoermten Polster, vorzugsweise aus pflegeleichter Baumwolle. Der maennliche Teilnehmer muss nun versuchen, dem betrunkenen weiblichen Teilnehmer mit dem Polsterpimmel so oft wie moeglich ins Gesicht zu schlagen (dafuer muss er meist ein gutes Timing zwischen Hochspringen und zuschlagen finden), die Dame mit einem gekonnten Schlag in die Huefte zu Boden werfen oder den Polsterpimmel ins Gesicht zu schiessen (woderch das torkelnde Weibchen ebenfalls zu Boden geht).
Ein Spass fuer die ganze Familie, jetzt bei Ravensburger fuer nur 29,99$!
Exklusive Sammelkarten der internationalen Polsterpimmelkaempfer Knut Kloete, Paul Pubic, Friederike Facial uvm. gibt es gratis dazu, so lange der Vorrat reicht.

« »