Wer kennt es nicht, die neue Subkultur, die dermassen in ist, dass man schon fast Kinder darin grossziehen koennte: Anime und Manga.
Die japanischen Zeichentrick- und Comicstilrichtungen haben mir noch nie gefallen. Aber mir gefallen schoene Frauen in engen Kostuemen. Und davon gibts auf so einer Convention ne Menge.

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Ich haette nichts von der Convention gewusst, wenn mich nicht Lucas, ein gmiatlicher Typ, den ich waehrend dem Autofahren getroffen habe, davon erzaehlt haette. Mindestens so seltsam wie der Fakt, dass wir an einer Ampel standen, er meinte, er haette auch einen 240SX zuhause und wuerde gern mal in die Wueste fahren um driften zu ueben, und wir bei der naechsten Ampel Nummern austauschten,
so seltsam war auch das Publikum der Anime-Expo. Ca. 70% Asiaten, geile Maedels, dicke Maedels, echte Fans, und ne Menge Freaks.

Das ganze Festchen fand im Convention Center, Los Angeles, seinen Platz – und ich wohne vielleicht 10 Minuten mit dem Auto davon entfernt. 25$ fuer den Eintritt war gerechtfertigt, wenn man ein echter Fan war, oder so wie ich, einfach nur neugierig auf einen Haufen abgefahrener Gestalten.
Es war die Pflicht in unserem maennlichen Dasein, uns mit den heissesten Maedels ablichten zu lassen und die verruecktesten Freaks in freier Wildbahn zu entdecken. Lucas hatte leider gar keine Kontrolle ueber die Schaerfe der Kamera, so sind alle Fotos, auf denen ich zu sehen bin, unscharf. Verdammter nicht-funktionierender Autofokus.

Es gab Wahnsinnskostueme, und wie ich spaeter rausfand, waren die Verkleideten keine unendlichen Mangafreaks, sondern Fans der Filme oder Comics und einfach verkleidungslustig, durchwegs sehr coole, nicht-geekige Menschen.

Ich hatte mal wieder eine Runde Sport noetig, um den Bierbauch einzudaemmen – und hob die Maedels kurzerhand hoch.
“Can I take a photograph with you?”
“Sure!”
“Would you mind if I lift you?”
“Hmmm … go ahead!”

Und so ward die Legende vom Girl Lifter geboren…


Das ist uebrigens Lucas. Und seine Gespielinnen.


Ja, auf dass sie mir schoen viel Mangawerbung zuschicken … habe ich ihnen doch glatt meinen geheimen Nickname verraten, und die richtige Adresse gegeben.

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Und als ich dann heimkam, durfte ich doch glatt miterleben, wie Mikey in Robin Hood-Manier einen Dartpfeil in den Schaft des anderen schoss. Unabsichtlich.
Hoffe ich zumindest.

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